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Haus Matto

Haus für eine Künstlerin und einen Musiker
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Planung und Ausführung

2016-2018 Planung
2017-2018 Ausführung

Auftraggeber:innen

Privat

Bauingenieur:innen

Normal Office Sàrl, Peter Braun

Weitere Projektbeteiligte

Holzbau: Oeko Isol

Kurzbeschreibung

Das kleine Haus im Berner Mattenquartier wurde 1941 – 42 als Werkstattgebäude einer Schreinerei auf einer ehemaligen Gartenparzelle unmittelbar am Gewerbekanal errichtet und reiht sich in eine Gruppe klassizistischer Kleingewerbebauten der Umgebung ein. Es handelt sich um einen einfachen, aber mit beträchtlicher architektonischer Sorgfalt und Qualität gestalteten zweigeschossigen Werkstattbau. Während das Erdgeschoss massiv konstruiert ist, wechselt die Bauweise im Obergeschoss zu einem Holzbau mit durchlüfteter Bretterverschalung und präziser Fugenteilung.

Anfang der 2000er-Jahre wurde das Gebäude erstmals teilweise zu Wohnzwecken umge-baut. Seine heutige Gestalt erhielt es durch die Transformation des Architekturateliers Camponovo Baumgartner in den Jahren 2017 – 18. Seither dient das Gebäude primär als Wohn- und Atelierhaus. Das ursprünglich als Werkraum konzipierte Erdgeschoss wurde in seiner Struktur als offener Raum bewahrt, die Küche wurde am Rand des Raums entlang der Brandmauer konzipiert. Ein doppelseitig nutzbares Metallregal schafft Stauraum für das Entree und die Küche zugleich. Als Raumteiler fungierend, erlaubt das Element mit einer durchscheinenden Doppelstegplatte als Rückwand Blickbezüge auf die andere Seite.

Für die Verbindung in das Geschoss darüber wurde die frei im Raum stehende Wendeltreppe aus Metall beibehalten. Das Obergeschoss wurde bis auf die Holzfachwerkstruktur von den Leichtbauten befreit und neu konzipiert. Mittig unter dem Dachgiebel und über die ganze Gebäudetiefe erstreckt sich ein langer Raum. Dieser dient in seiner Dimensionierung sowie mit einer Reihe lichtbringender Dachöffnungen nicht nur als Verteiler, sondern auch als Aufenthaltsort. Beidseitig in der Dachneigung, befinden sich Kammern, welche die dienenden Funktionen wie Bad, Schlaf-, Ankleide und Erschliessungsraum aufnehmen. Sie werden jeweils mit einer Reihe aus Metallmodulen vom Hauptraum abgegrenzt. Die Module sind von Archivsystemen inspiriert. Sie sind einmal Stauraum, von den Kammern aus nutzbar, und einmal Durchgang. Ein Modul ist so angefertigt, dass man es zu einem späteren Zeitpunkt vom Träger lösen und unabhängig anderswo verbauen oder aufstellen könnte. Die einzelnen Module sind hängend an Stahlträger festgeschraubt und schweben leicht über dem nicht tragenden Holzboden. Die Stahlträger wiederum sind über die Holzfachwerke des Dachstuhls gelegt, welcher nun das ganze Innere des Obergeschosses trägt. (Copyright: Camponovo Baumgartner BSA SIA)
 

Besichtigung und Führungen

Art der Besichtigung: Führungen in Gruppen, keine individuelle Besichtigung
Anmeldung: erforderlich
Gruppengrösse: maximal 20 Personen
Treffpunkt: vor dem Haus im Garten

Führungen

Sonntag, 11:00-11:30 - Luca Camponovo (Architekt)

Sonntag, 11:30-12:00 - Luca Camponovo (Architekt)

Anreise

Bus Nr. 12 bis "Nydegg"

Standort

Gerberngasse 21a
3011 Bern

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