Melchenbühlweg 26
3006 Bern
2. Hälfte 18. Jahrhundert Bau Ougspurgergut (unbekannt)
1920 Umbau (unbekannt)
1935 Umbau (unbekannt)
2009-2010 Renovation und Ausbau Ökonomieteil zu Wohnungen (Von Graffenried Bissig Achitekten)
Von Graffenried Bissig Achitekten
Senn Stiftung (Umbau 2009)
Landgut: An erhöhter Lage mit Blick über das Gebiet von Wittigkofen und Melchenbühl zu den Alpen hin, steht der schlichte, ehemals 'Grosse Matte' beziehungsweise 'Hinteres Schosshaldengut' genannte Berner Landsitz. Nach mehreren Besitzerwechseln unter namhaften Patrizierfamilien gelangte es 1836 in die Hände von Hauptmann Ludwig von Ougspurger, dessen Namen es heute trägt. Schon Anfang 18. Jahrhundert sind älteste Teile des Gutes auf Plänen nachgewiesen, den vollständigen Bau in gesamter Länge zeigt der Mülleratlas von 1799. Auffallend ist der dreiachsige, gegen Osten als Risalit vorstehende, mittige Sandsteinbau mit Quergiebel. Daran schliesst der südliche Wohnteil mit gemauertem und verputztem Erdgeschoss an, darüber heute weiss verschindeltes Riegobergeschoss unter leicht asymmetrischem Ründidach. Der einfachen, dreiachsigen Südfassade ist über die ganze Breite ein Säulenperistyl vorgebaut worden (Gusseisensäulen um 1935 durch dickere Betonsäulen ersetzt). Nördlich angebaut ist der Scheunenteil mit gleichen Konstruktionselementen, jedoch ohne Verschalung und deshalb sichtbarer Riegkonstruktion. Freibünde und eine Reihe von vier runden Öffnungen im Giebel zieren die sonst geschlossene Stirnseite. Alle Bauteile werden unter einem einheitlichen, mächtigen Dach zusammengefasst. Die terrassierte Anlage mit dem polygonalen Gartenpavillon mit toskanischen Säulen und geschweifter Haube am Südende ist äusserst malerisch und ist wohl auch deshalb immer wieder Schauplatz von Rudolf von Tavels Erzählungen gewesen. Anfang des Jahrhunderts beherbergte das einfache Berner Landgut den Maler Albert Wälti, während des Zweiten Weltkriegs wohnte der Dichter Hermann Hesse hier. Das Ougspurgergut bildet eine gelungene Symbiose von Bauerngut und Campagne. Ausserdem ist es die einzige Anlage mit Peristyl und davorliegendem Terrassengarten in der Gegend, und ist so von grossem kunsthistorischem Wert. (Copyright: Bauinventar 2017, Denkmalpflege der Stadt Bern)
Gartenanlage: Das Ougsburgergut verfügt über zwei wertvolle Gartenanlagen des 18. und 19. Jahrhunderts, die wichtige Zeugnisse herrschaftlicher Gartenkunst im Stadtgebiet Berns sind. Das Nebeneinander barocker und landschaftlicher Gartenkunst ist von grossem künstlerischen und kunsthistorischen Wert. Eine der besterhaltenen Campagnen in Bern-Ost. (Copyright: Gartendenkmalpflege Stadt Bern)
Art der Besichtigung: Führungen in Gruppen, keine individuelle Besichtigung
Anmeldung: erforderlich
Gruppengrösse: maximal 15 Personen
Treffpunkt: Eingang Melchenbühl, Briefkastenanlage
Führung durch einen Teil des Landguts (Melchenbühlweg 26) und die barocke Gartenanlage.
Sonntag, 10:00-11:00 - Ziu Bruckmann (Gartendenkmalpflege Stadt Bern)
Sonntag, 11:00-12:00 - Ziu Bruckmann (Gartendenkmalpflege Stadt Bern)
Sonntag, 14:00-15:00 - Ziu Bruckmann (Gartendenkmalpflege Stadt Bern)
Tram Nr. 6 ab Bahnhof Bern bis "Weltistrasse" oder Bus Nr. 12 ab Bahnhof Bern bis "Zentrum Paul Klee"
Melchenbühlweg 26
3006 Bern